Vom Pingpong zum Tischtennis

Pingpong ist ein unterhaltsames, familienfreundliches Freizeitvergnügen, das von Millionen Menschen auf der ganzen Welt mit großer Freude gespielt  wird. Es kann ohne großen Aufwand betrieben werden. Man braucht dazu nur zwei oder vier Spieler, eine 274 x 152,5 cm große Platte mit einem Netz, für jeden Spieler einen Schläger und einen 40 mm großen Ball. Und schon kann das Vergnügen losgehen – glaubt man.

Ganz so einfach ist das Ganze aber dann doch nicht. Zuerst muss man beim Aufschlag den Ball richtig treffen und dann ist da auch immer noch das Netz im Weg – wer hat das bloß erfunden? Wenn der Ball dieses Hindernis überwunden hat, soll er auf der gegenüberliegenden Seite auf der Platte auftreffen. Zu allem Unglück steht dort ein Mitspieler, der den Ball zurückspielt, und das immer in eine Ecke, in der man es überhaupt nicht erwartet.

Hobby-Tischtennis erfordert aber schon etwas mehr. Man  hält  sich genauer an die Spielregeln, man trainiert konzentrierter, man will die verschiedenen Schlagarten kennen und richtig anwenden, man versucht, seine Bälle genauer zu platzieren. Kurz – man entwickelt größeren Ehrgeiz.

Tischtennis dagegen ist Hochleistungssport, es ist die schnellste Rückschlag-Ballsportart. Der Ball kann eine Geschwindigkeit von 170 km/h mit bis zu 150 Drehungen/Sekunde erreichen. Die Kontaktzeit zwischen Schläger und Ball beträgt ca. 1/500 Sekunde. Ziel ist es, schnell Punkte zu erreichen, eigene Fehler zu vermeiden und den Gegenspieler durch geschicktes Taktieren zu Fehlern zu zwingen. Es ist ein Höchstmaß an Konzentration, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination erforderlich. Wesentlich ist auch, dass die Spielzüge des Gegners richtig „gelesen“ werden, nur dann ist es möglich, erfolgreich auf die Schläge zu reagieren.

Tischtennis …
... Reaktion und Reflexe werden verbessert und die
    Konzentration wird geschult,
... Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft werden trainiert,
... Beweglichkeit und Koordination werden verbessert,
... kann in jedem Alter und in jeder Spielstärke gespielt
    werden,
... es besteht fast keine Verletzungsgefahr und kann bis in hohes Alter gespielt werden,
... verursacht nur sehr geringe Kosten, Geselligkeit und Fair play kommen nicht zu kurz.

Mancher hat begonnen, in seiner Freizeit fröhlich Pingpong zu spielen, hat viel Freude daran gefunden und wurde zum begeisterten Hobbyspieler. Irgendwann genügt das nicht mehr und er hat sich zum engagierten Mannschaftsspieler gemausert.

Eine Studie vom Juni 2009 besagt, dass Jugendliche, die regelmäßig Tischtennis spielen, bessere Noten haben. Sie haben ebenso wie die Turner einen Notendurchschnitt von 2,0, gefolgt von Kampfsportlern (2,08) und Volleyballern (2,11). Schüler, die regelmäßig Sport treiben, haben gegenüber Nichtsportlern durchschnittlich um 0,5 Punkte bessere Noten. Diese Kenntnisse haben Wissenschaftler des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln erlangt. Sie haben dafür 600 Gymnasiasten und Hauptschüler befragt.

Sind Sie ein wenig neugierig geworden – wollen Sie Tischtennis einmal ausprobieren – egal, ob Sie hobbymäßig spielen, oder zum aktiven Mannschaftssport kommen wollen? Sie können gerne zum Probetraining vorbeischauen. Kinder und Jugendliche trainieren in der TSV-Halle dienstags von 18.30 bis 20 Uhr und freitags von 18 bis 20 Uhr, Erwachsene (Mannschaft und Hobbygruppe) dienstags und freitags ab 20 Uhr (außer in den Schulferien).

Jürgen Gaiser, ehemaliger Abteilungsleiter

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